Pax Christi-Präsident Algermissen gegen Kampfdrohnen

Der Präsident der deutschen Sektion der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen, lehnt den Einsatz bewaffneter Drohnen ab. Ferngesteuert brächten Drohnen den lautlosen Tod vom Himmel, unter dem Deckmantel chirurgisch präziser Einsätze werde das Völkerrecht mit Füßen getreten, schreibt Algermissen in einem am Donnerstag vorab veröffentlichten Beitrag für die Fuldaer Bistumszeitung "Bonifatiusbote". Im Zweifelsfall, so der Bischof, berufe man sich auf das Kriegsrecht und legitimiere damit alle Opfer.

Quelle: KNA (Kath. Nachrichten Agentur), 17.Juli 2014,  (KNA – okrlr-89-00019)

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PRESSEAUSSENDUNG: Die israelisch-palästinensische Gewalteskalation muss gestoppt werden!

Pax Christi Österreich ist über die Eskalation des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern entsetzt. Die israelische Regierung macht die Hamas für die Entführung von drei israelischen Talmudschülern und deren Ermordung verantwortlich. Die Entführung und Verbrennung eines palästinensichen Jugendlichen bei lebendigem Leibe wurde von den israelischen Behörden aufgeklärt und von der Regierung schärfstens verurteilt: Diese Morde heizten die Feindseligkeiten auf beiden Seiten an. 

Im Anhang finden Sie die Presseaussendung von Pax Christi Österreich:
Presseaussendung 10.7.14

 

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Presseaussendung: Raketen aus Gaza setzen Fabrik in Südisrael in Brand!

Raketen aus Gaza setzen Fabrik in Südisrael in Brand.
Pax Christi Österreich verurteilt Gewalt!

Am 12.Juni 2014 kamen drei israelische Jugendliche nicht mehr heim – sie wurden im südlichen Westjordanland wahrscheinlich entführt.
Israel reagiert mit unverhältnismäßig harten Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung im ganzen Westjordanland. Dies rief wiederum eine Reaktion von palästinensischer Seite hervor. Seither wurden über 40 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert. 

Näheres können Sie aus dem Anhang entnehmen:
Raketen aus Gaza 30.6.2014

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Der Besuch Putins in Österreich ist eine große Chance – PRESSEAUSSENDUNG

Der Besuch des russischen Präsidenten Putin in Österreich wird von Pax Christi Österreich
positiv bewertet. Gespräche sind für den Frieden immer förderlicher als versteckte oder offene Drohungen. Leider waren solche in der EU-Außenministerkonferenz vom 23. Juni 2014 von einzelnen Minister zu vernehmen.

Im Anhang finden Sie die Presseaussendung:
Putins Besuch 24.6.2014.

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Weltflüchtlingstag: Einladung zum Ökumenischen Gedenkgottesdienst am 18. Juni 2014

Am Mittwoch, den 18. Juni findet um 19 Uhr in der Kapuzinerkirche Innsbruck ein Ökumenischer Gedenkgottesdienst für auf der Flucht Verstorbene Menschen statt.

Pax Christi – Ökumenische Landesgruppe Tirol,  die Gemeinschaft Sant` Egidio und die Evangelische Christuskirche läd dazu ein.

Im Anhang finden Sie genauere Informationen:
Weltflüchtlingstag Plakat

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Papst: Fußball-WM soll Fest der Solidarität unter Völkern sein

Vatikanstadt (KAP) Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sollte nach den Worten von Papst Franziskus nicht nur ein sportliches Großereignis, sondern auch ein "Fest der Solidarität unter den Völkern" werden. In einer Video-Botschaft, die am Mittwoch von der wichtigsten brasilianischen Sendergruppe, "TV Globo", übertragen wurde, äußerte der Papst die Hoffnung auf "heitere und ruhige" Spiele, die von gegenseitigem Respekt und "Brüderlichkeit unter den Männern und Frauen der einen Menschheitsfamilie" bestimmt seien. Dazu gehöre auch eine klare Absage an Egoismus und jede Form von Rassismus und Intoleranz, mahnte das Kirchenoberhaupt.

Fußball sei ein Instrument, um Werte zu vermitteln, die das Wohl der menschlichen Person und den Aufbau einer friedlicheren Gesellschaft förderten, betonte der Papst. Dazu gehörten Fairness, Beharrlichkeit und Ausdauer, Freundschaft, Anteilnahme und Solidarität. Der Fußball könne somit eine "Schule zur Bildung einer Kultur der Begegnung sein, der Harmonie und Frieden unter den Völkern bringt".

Um zu siegen müsse man jeden Individualismus, Egoismus und jede Form von Rassismus und Intoleranz überwinden, betonte der Papst in seiner Video-Botschaft auf Portugiesisch. Individualismus behindere im Sport die Chancen auf einen Sieg der Mannschaft. Aber im Alltagsleben schade man der Gesellschaft, wenn man die Personen in seiner Umgebung ignoriere.

"Das Geheimnis des Sieges auf dem Spielfeld wie im Alltagsleben besteht darin, dass ich meinen Mannschaftskollegen, aber auch meinen Gegner respektiere", so das Kirchenoberhaupt. "Denn niemand siegt allein, weder im Sport noch im Leben! Niemand darf sich isolieren oder sich ausgeschlossen fühlen." Zwar gewinne am Ende der WM nur eine Mannschaft den Pokal. "Aber wenn wir diese Lektion des Sports lernen, werden wir letztlich alle Sieger sein", so der Papst.

 

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Peace Event Sarajevo 2014 – Rückblick und Ausblick

„Wir müssen auf den Straßen wieder sichtbarer werden“
Mehr als 2500 Teilnehmer auf dem internationalen Peace Event Sarajevo 2014

Wir müssen intensiver und gemeinsamer der Kriegsgefahr in der Welt 
begegnen und uns mit größerer Energie und mit mehr internationalen 
Aktionen in die Menschheitsfrage Krieg-Frieden einmischen. Dies war 
sicher das einheitliche Votum aller TeilnehmerInnen des größten 
internationalen Friedensereignisses 2014, das über Pfingsten mit mehr 
als 190 Workshops und vielen Kulturveranstaltungen sowie einem großen 
Jugendcamp in Sarajevo stattfand.

Dieses Peace Event brach einige Tabus. Ein großes Tabuthema war, dass 
in Sarajevo erstmals seit 20 Jahren eine Konferenz als zentraler 
Bestandteil des Events über die Abschaffung der NATO diskutierte. Die 
große Mehrheit der  Bevölkerung  und der gesamten politischen Klasse 
des Landes unterstützt  die Mitgliedschaft; auf dem Kongress wurde die 
NATO von internationalen Redner_innen wie Friedensnobelpreisträgerin 
Mairead Maguire, dem Programmdirektor von American Service Committee 
Joseph Gerson und dem Vorsitzenden der Kampagne für nukleare Abrüstung 
David Webb einer grundlegenden Kritik unterzogen und ihre Abschaffung 
wurde  gefordert. Ein weiteres Tabuthema, das zwar kontrovers, aber 
immer mit dem Ziel der Veränderung hin zu einer sozialen und 
demokratischen Union diskutiert wurde, war die Rolle und die Bedeutung 
der Europäischen Union. Einheitlich wurde die weitere Militarisierung 
der EU abgelehnt.

„Frieden ist möglich“ - dies war die gemeinsame Stimmung auf der 
Eröffnungszeremonie des internationalen Peace Events 2014  am Freitag, 
dem 6. Juni 2014 in Sarajevo. Wir wollen „nie mehr Krieg und Konflikte 
sind friedlich zu lösen“ - war die Botschaft der mehr als 900 
Menschen und Friedensaktivisten aus insgesamt 32 Ländern.

Die von namhaften internationalen und nationalen Gästen besuchte 
Veranstaltung prägte die gemeinsame Sorge um den Frieden angesichts 
zunehmender internationaler Konfrontationen, aber auch die Gewissheit 
– als eine Lehre aus der Geschichte – friedliche Konfliktlösungen sind 
möglich und der einzige Ausweg, Kriege zu vermeiden. Dies muss 
politisch gewollt und von den Menschen, die sich weltweit nach Frieden 
sehnen, durchgesetzt werden.

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Bischofskonferenz Belgiens erschüttert über verbrecherisches Attentat im jüd. Museum.

Die offizielle Erklärung der Belgischen Bischofskonferenz aus dem Französischen:

Die Bischöfe Belgiens sind entrüstet wegen der Schüsse, welche im jüdischen Museum gefallen sind, welche den Tod von 4 Personen verursacht haben, weitere Personen wurden verletzt. Sie drücken gegenüber den Familien und gegenüber den Verantwortlichen der jüdischen Gemeinde ihr tiefes Bedauern und auch ihre Solidarität aus.

Gerade in diesen Momenten besucht Papst Franziskus das Hl. Land, begleitet von jüdischen und muslimischen Verantwortlichen. Der Papst hat in Amman, vor der Ankunft in Bethlehem und Jerusalem, einen neuerlichen Aufruf erlassen, den interkulturellen und interreligiösen Dialog zu pflegen . Die Bischöfe Belgiens appellierten Papst Franziskus nachfolgende, den interkulturellen und religiösen Dialog in Belgien zu vertiefen und wiederholen mit aller Deutlichkeit , dass keine Gewalt zu rechtfertigen ist, am allerwenigsten auf Grund von religiösen Motiven.

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Protest gegen die Zerstörung der Obstfarm eines christlichen Palästinenser in Bethlehem durch das israelische Militär

Am Montag, 19. Mai 2014, drangen um 8 Uhr morgens Bulldozer der israelischen Armee in den Obstgarten der Familie Nassar ein, entwurzelten mehr als 1400 etwa 10 jährige Obstbäume – Marillen, Äpfel, Oliven, Mandeln usw. – und zerstörten nachher die sorgfältig angelegten Terrassen. Der Privatbesitz der Familie Nassar ist der Besatzungsmacht ein Dorn im Auge.

Er ist heute eingezwängt zwischen den illegalen, stets wachsenden industriell genutzten israelischen Siedlungen auf enteignetem palästinensischem Grund; daher das große Interesse des Staates, sich auch „Daher’s Weinberg“, wie das „Tent of Nations“ in älteren Schriften heißt,  anzueignen. Das Grundstück ist seit mehreren Generationen Familienbesitz. Es gibt Besitzdokumente aus der türkischen und der englischen Mandatszeit, sogar vom jungen Staat Israel. Inzwischen  hat sich die Situation in der besetzten Westbank drastisch verschärft bis hin zur falschen Behauptung, es handle sich um „Staatsgrund“. Wegen verschiedener Schikanen – Abriss von Zelten für Besucher, Aufhäufung von Felsen auf die Zufahrtsstraßen – stehen die Nassar-Brüder mit ihrem Anwalt ständig beim israelischen Höchstgericht, um Schlimmeres zu vermeiden. 

Die Besitzerfamilie hat  ihren ererbten Wohnsitz zum  Begegnungszentrum „Tent of Nations“ umgebaut, wo Jugendliche und Junggebliebene Frieden und aktive Gewaltfreiheit vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Palästinensern und Israelis einüben können und wenn es an der Zeit ist, auch bei der Ernte helfen. Viele junge Menschen aus ganz Europa nehmen dieses Angebot wahr. Auch aus den „anderen“ Ferien vieler junger Menschen kommt die solidarische Beziehung zwischen hier und dort.  

Am 12.5.2014  erhielt die Familie Nassar die Aufforderung von der Behörde, ihr Land neu registrieren zu lassen; sie leistete dieser Folge.  Nach geltendem Recht – auch „Kriegsrecht“ – darf  während eines laufenden Verfahrens selbst von Seiten der Militärregierung keine Aktion gesetzt werden. Am Morgen des 19.5. ist es trotzdem geschehen. – Der Rechtsberater rät, Klage einzureichen und Entschädigung für das zerstörte Vermögen zu fordern .  

Der Besitzer Daoud Nasser, der  das „Zelt der Nationen“ leitet, ist neben Deutschland auch in Österreich kein Unbekannter. Als Maturant des Gymnasiums Kirchdorf/Krems ist ihm das Land zwischen Traun und Enns und darüber hinaus  vertraut. Vortragsreisen führen ihn zu größeren und kleineren Gruppen, die er zu sich einlädt und denen er von seinen Erfahrungen berichtet. In bester Erinnerung ist sein Besuch bei österreichischen Pax Christi Gruppen 2012. Im September 2014 soll es einige Vorträge im Rahmen von Pax Christi im Raum Innsbruck geben. Die Standhaftigkeit im Widerstand („sumud“ im Arabischen) mag bei Daoud Nassar  vielleicht durch seine evangelischen Erziehung noch mehr an Kraft gewonnen haben.

Pax Christi Österreich ist empört über das menschenrechtswidrige illegale Vorgehen des Staates Israel gegenüber der einheimischen Bevölkerung in dem von ihm besetzten Land im allgemeinen und gegenüber der aktiv für einen gewaltfreien Frieden arbeitenden Familie Nassar im besonderen.

Wir bitten, dbzgl  Informationen  an Ihre Freunde weiterzuleiten.

Drücken Sie Ihre Solidarität durch persönliche Grüße an Daoud Nassar (dnassar@tentofnations.org) aus.

Senden Sie Briefe und E-Mails an die israelische Botschaft in Wien, an das Österreichische Ministerium für internationale Angelegenheiten, an  österr. Delegierte zum EU-Parlament. 

Gerhilde Merz                                                                        Dr. Jussuf Windischer

Sprecherin der Kommission Israel/Palästina               Generalsekretär von Pax Christi Österreich in Pax Christi Österreich

Gerhilde.merz@aon.at

Mehr zum Thema: www.tentofnations.org                                                    
Tel. 00972 2 274 30 71,

Fax  00972 2 276 74 46
Mobil 00972 522 975 985
E-Mail dnassar@tentofnations.org

Dnassar steht für Daoud Nassar

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Leidenschaftlicher Papstappell: “Waffenhandel – die Wurzel allen Übels!”

Wer sind die, die in Konflikte hinein Waffen verkaufen? Ein leidenschaftlicher Appell des Papstes in seiner Ansprache während des letzten Termines in Jordanien. Am Jordan, der Taufstelle Jesu, traf er Flüchtlinge aus Syrien. Mit wütender Stimme rief er: „Wer gibt Krisenländern Waffen, um den Konflikt zu verlängern?“ Seit drei Jahren werde das Land durch einen „brudermörderischen Konflikt“ zerfleischt, dessen Wurzel Hass und „die Geldgier der Waffenhersteller und des Waffenhandels“ sei. Man müsse „für diese armseligen Leute beten, damit sie sich bekehren“.

Vergewaltigungen, Skorpione in den Zelten, Gewalt und Pädophilenbordelle: Im Mega-Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien, wo über 130.000 Flüchtlinge aus Syrien leben, ist der Alltag die Hölle. Einen Besuch in Zaatari konnte Papst Franziskus bei seinem Aufenthalt in Jordanien nicht machen, denn das zweitgrößte Flüchtlingslager der Welt liegt allzu nah an der syrischen Grenze. Doch etwa 600 junge Flüchtlinge und Behinderte konnten dem Papst in einer Kirche ganz nah von „Bethany beyond the Jordan“ begegnen. „Es war mein großer Wunsch, auf meiner Pilgerreise euch zu treffen“, sagte ihnen Franziskus.

„Wir sind tief bewegt von den Tragödien und den Verwundungen unserer Zeit, besonders von denen, die durch die noch
offenen Konflikte im Nahen Osten verursacht werden. An erster Stelle denke ich an Syrien, das durch einen Bruderkrieg zerrissen wird, der bereits seit drei Jahren andauert, schon unzählige Opfer gefordert und Millionen von Menschen gezwungen hat, als Heimatvertriebene und Verbannte in anderen Ländern zu leben.“
Franziskus dankte Jordanien „für die großherzige Aufnahme“ von Vertriebenen aus Syrien und aus dem Irak. Allein aus Syrien hat die UNO 600.000 Flüchtlinge in Jordanien offiziell registriert, die tatsächliche Zahl liegt wohl deutlich darüber. Die Caritas stehe, so betonte der Papst, „den Bedürftigen ohne Unterschied des Glaubens und der ethnischen oder ideologischen Zugehörigkeit bei“.
„Ich wende mich an die Internationale Gemeinschaft, damit sie Jordanien in der Bewältigung des humanitären Notstands, der sich aus dem Zustrom einer so hohen Anzahl von Flüchtlingen auf seinem Territorium ergibt, nicht allein lässt, sondern ihre Unterstützungs- und Hilfsaktion fortsetzt und steigert. Und ich erneuere meinen äußerst besorgten Aufruf zum Frieden in Syrien. Möge die Gewalt aufhören und das humanitäre Recht geachtet werden, indem der leidenden Bevölkerung die notwendige Hilfe garantiert wird!“

„Gott bekehre die Gewalttätigen“ – Franziskus rief die streitenden Parteien in Syrien eindringlich dazu auf, die Waffen niederzulegen. Im vergangenen Herbst hatte der Papst in Rom einen Tag des Fastens und Betens für einen Frieden in Syrien durchgeführt.
„Alle sollen den Anspruch aufgeben, die Lösung der Probleme den Waffen zu überlassen, und stattdessen zum Verhandlungsweg zurückkehren. Die Übereinkunft kann nämlich einzig durch den Dialog und die Mäßigung erreicht werden, durch das Mitgefühl mit den Leidenden, durch die Suche nach einer politischen Lösung und durch das Verantwortungsgefühl für die Mitmenschen.“

Der Papst bat die Jugendlichen, sich seinem Gebet um den Frieden anzuschließen. Sie sollten ihre täglichen Mühen Gott darbringen: „Auf diese Weise wird euer Gebet besonders wertvoll und wirksam.“ Sie sollten engagiert, aber auch „mit Feingefühl“ am Aufbau einer Gesellschaft mitarbeiten, „welche die Schwächsten, die Kranken, die Kinder und die Alten achtet“.
„Am Ende dieser Begegnung drücke ich noch einmal den Wunsch aus, dass Vernunft und Mäßigung siegen mögen und Syrien mit Hilfe der Internationalen Gemeinschaft zum Weg des Friedens zurückfinde. Gott bekehre die Gewalttätigen und diejenigen, die Kriegspläne hegen; er stärke Herz und Geist der Friedenstifter und belohne sie mit reichem Segen!“

Autor: Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/05/24/leidenschaftlicher_papstappell:_%E2%80%9Ewaffenhandel_%E2%80%93_die_wurzel_allen/ted-801760
des Internetauftritts von Radio Vatikan, 25.Mai 2014

 

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