Die Sendung "Orientierung" im ORF 2 beschäftigt sich am 29. Jänner 2012, um 12:30 Uhr mit den Protesten rund um den Korporationsball der Burschenschafter. Der Ball, zuletzt bekannt als Treffpunkt von Rechtsextremen, Neonazis und Holocaust-Leugnern, findet am 27. Jänner in der Wiener Hofburg statt – dem Holocaust-Gedenktag.
Unlängst hat Pax Christi Österreich dazu eine Stellungnahme veröffentlicht:
PAX CHRISTI ÖSTERREICH FÜR ABSAGE DES KORPORATIONSRING-BALLES [19.12.2011]
Pax Christi Österreich fordert die Absage des Balles des Wiener Korporationsringes in der Wiener Hofburg. Dass dieser Ball am 27. Jänner genau am Internationalen Holocaust-Gedenktag stattfindet, mag zwar ein terminlicher Zufall sein, dennoch wäre die Durchführung dieser Veranstaltung, die in den letzten Jahrzehnten auch zu einem Treffpunkt von Rechtsextremen, Neonazis und Holocaust-Leugnern geworden ist, eine „Verhöhnung der Opfer der Schoah“ (Ariel Muzicant).
Wie der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde zu Recht erklärt hat, seien Symbole und Gedenktage ein wesentlicher Teil der Antisemiten, Nazis und Rechtsextremen.
Pax Christi Österreich begrüßt ausdrücklich den Beschluss der Betreibergesellschaft des Kongresszentrums Hofburg, wonach der umstrittene Ball ab 2013 nicht mehr in der Wiener Hofburg stattfinden kann. Dass aber der Burschenschafter-Ball am 27. Jänner 2012, dem 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, wie geplant über die Bühne gehen soll, ist für Pax Christi eine Provokation, die nicht einfach hingenommen werden kann. In diesem Zusammenhang appelliert die katholische Friedensbewegung auch an den Wiener Korporationsring, die umstrittene Veranstaltung von sich aus abzusagen.
Pax Christi Österreich solidarisiert sich ausdrücklich mit den Jüdinnen und Juden, die sich gegen die Schändung des Holocaust-Gedenkens zur Wehr setzen, und unterstützt den Protest zahlreicher antifaschistischer Organisationen gegen den Ball des Wiener Korporationsringes.